Smart Home aufbauen...

  • Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit suche ich eine "bezahlbare" Lösung für mein Smart Home und bin ziemlich schnell auf den Youtube-Kanal von SchimmerMediaHD gekommen und schließlich hier gelandet :-)


    Nun zu meinem Anliegen.

    Ich habe vor kurzem ein Haus gekauft und werde eine komplett-Sanierung durchführen inkl. Smart Home.

    Meine Idee... Ich möchte über fest installierte Tablets, Handy und PC´s auf die IObroker Oberfläche zugreifen um Daten wie Temperaturen abzurufen, Rolläden zu steuern und features nutzen wie z.B. Wetter Daten abfragen...Alexa sollte auch mit von der Partie sein :)


    Aktuell würde ich das so Lösen:

    Die Rolläden über shelly 2.5 einbinden und zusätzlich einen WLAN Rolladenschalter einbauen.

    Hier schon die erste Frage, welcher Rolladenschalter wäre zu empfehlen?


    Temperaturen und andere Sensoren von xiaomi + diesen CC2531 ZigBee USB-Stick.

    Wäre das zu empfehlen?


    Beleuchtung über die SONOFF Module.

    Man liest öfters Tasmota, was hat es damit aufsich?


    Außerdem möchte ich wie in dem Video von SchimmerMediaHD diesen Broadlink mit einbauen.


    Ich werde auch eine Fußbodenheizung installieren.

    Leider bin ich auf keine Lösung gekommen, wie bzw welche Heizthermostate ich nehmen Kann.

    Habt ihr da eine Idee, welchen Thermostat man zuverlässig in IObroker integrieren kann ?


    Für die Treppenstufen-Beleuchtung bin ich auf folgendes Gerät gestoßen:

    Treppenlauflicht LED Steuerung

    Könnte man das über den Raspberry oder ähnliches "günstiger" realisieren?


    Das wär es mal für den Anfang :)

    Wenn ihr alternative Vorschläge habt wie ich das ganze realisieren kann, bitte raus damit :)


    Gruß

    DerPfaelzer

  • Hallo erstmal :)

    Ich glaube, das willst du jetzt gar nicht hören, aber wenn ich kernsanieren würde, dann würde ich schauen, dass ich überall Kabel hinziehe.

    Sich direkt schon zu Beginn die WLAN-Auslastung bzw. generelle Funklast hochzuschrauben ist nicht unbedingt klug und sollte weiterhin eine Lösung für Bestandsobjekte bleiben.

    Da ich bisher noch nicht neu saniert habe, kann ich da zwar auch keine eindeutige Empfehlung aussprechen, aber als zentrale Verwaltung (für z.B. die Rollläden) findet man bestimmt Netzwerkfähige I/O Relais-Module (kabelgebunden) welche auch von ioBroker gesteuert werden können.

    Also sämtliche Kabel an eine zentrale Stelle im Keller ziehen und dort alles anklemmen.


    Ist aber auch wie gesagt nur meine Vorgehensweise. So viel Kabel wie möglich und soviel Funk wie nötig. Manche Dinge gehen eben nur per Funk bzw. sind auch nur dann bezahlbar. Das verstehe ich schon :)



    Um aber immerhin einen Punkt deiner Anfrage zu beantworten:


    Ich habe mir ein Treppenlauflicht selber gebaut nach diesem Vorbild:

    https://smarthomeyourself.de/a…t-mit-bewegungserkennung/


    Aber bitte nicht exakt so übernehmen! Da fehlt mindestens noch ein, zwei Feinsicherungen in der Schaltung und der Querschnitt der Kabel ist zu beachten!

    Auf Seite 4 beim Schaltbild ist ein kleiner Fehler bei den Tastern....Es müssen nämlich eigtl. Schalter in Wechselschaltung sein und nicht zwei Taster parallel.

    Sieht bei mir zwar auch sehr gebastelt aus, aber läuft seit dem ersten tag sehr zuverlässig:


    https://ibb.co/h49VfL


    Was kann iobroker den so? Anfängerfragen

  • Hallo cruunnerr,


    danke für deine Antwort.

    Da muss ich dir gleich widersprechen, doch, genau das möchte ich hören :)

    Bin dankbar für jeden Tipp den ich bekomme.

    Klar, hatte auch schon dran gedacht das ganze "ohne Funk" zu realisieren.

    Leider sind die ganzen bus-systeme sehr teuer. Die Aktoren allein liegen schon im dreistelligen Bereich.

    Wenn ich das auf das komplette Haus hoch rechne, neeeeeee... das ist es mir dann doch nicht Wert.

    Über deine Lösung mit den I/O Modulen hatte ich auch schon nachgedacht und hatte mir auch ein Modul bestellt zum testen, hat soweit geklappt, aber der Aufwand ist auch riesig wenn man das alles verdrahten möchte :) Ein weiteres Problem, ich habe kein Modul gefunden, weöches explizit für Rolladensteuerung geeignet ist. Alle Module besitzen Wechsler-Kontakte, da müsste man eigenständig ne Steuerung verdrahten mit den entsprechenden Verriegelungen usw..

    Wenn ich da falsch liege und jemand ein Modul kennt für ne Rolladensteuerung, bitte den Link posten, danke!


    Kompliment für dein Treppenlauflicht. Ich denke, das werde ich auch versuchen so umzusetzen, vielen Dank :)


    Wäre schön wenn sich noch einige zu dem Thema Melden würden. Bin da zur Zeit ziemlich ratlos wie ich das "ohne Funk" realisieren soll...


    Gruß

    DerPfaelzer


    edit// Wie kann ich diese GPIO´s über den IOBroker ansteuern? Hat dazu jemand ein Link,Video ?!? Danke

  • Also ich würde behaupten, da dir die Aktoren etc. zu teuer sind (Was ich auch definitiv verstehen kann) und das mit Sanierung wahrscheinlich schon den Rahmen sprengt wäre eine weitere Alternative in solchen Fällen, auch wenn dies dann natürlich über Funk / WLAN ist, mit AC's zu arbeiten um "Flächendeckend" dementsprechend dann das WLAN Netz zu nutzen.

    Da ich jetzt ehrlich bin und keine Ahnung von Verdrahtung der Aktoren hätte bzw wie man so ein Bus System aufbaut, suche ich natürlich auch für mich die leichteste Methode aus.

    Wohne jetzt aber auch nur in einer Mietwohnung, da fällt bei mir natürlich direkt das Thema Rolladen etc weg, weil sollte man mal wieder ausziehen muss man dies entweder wieder ausbauen oder überlässt es dem Nachmieter was nicht unbedingt jeder benötigt oder haben möchte.

    Ich glaube aber auch das man eben gestehen muss, Smart Home ist nicht günstig, zumindest nicht in dem Fall, wenn man wirklich was vernünftiges haben möchte. Es gibt und wird immer Ausweichmöglichkeiten geben um es günstiger realisieren zu können, was nicht bedeutet, das dies nicht genau so gut funktionieren und arbeiten kann.

    Wie gesagt, lässt du alles über Aktoren laufen kommst du wohl ums Kabel legen nicht drum herum und das ist nicht innerhalb von 5 Minuten gemacht, was man auch beachten sollte.

    Ich glaube, was du letztendlich machst und wirklich am besten für dich ist, kannst nur du dir beantworten.

    Es wird immer jeder etwas anders Sehen, wieso derjenige es so gemacht hat und der derjenige es wiederum so gemacht hat.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig aus beiden Sichten ein bisschen was erläutern.

  • also ich habe meine Wohnung komplett Kern saniert und setze trotzdem auf WiFi weil ich es einfach besser finde zumal man auch später ohne Probleme und wild herum zu überlegen alles erweitern kann und nicht dann auf andere Systeme Ausweichen muss.


    Diese ganze KNX Zeug ist meiner Meinung nach einfach teuer und unnötig.


    Die einzigen Probleme die manche mit WiFi Geräten hatten, lagen daran das sie sowohl die SmartHome Geräte wie Sonoffs, Shellys, Xiaomi Aqara etc. und zusätzlich mit ihrem Handy, Laptop etc im selben WiFi bzw. über den selben Router oder Accespoint verbunden waren. Dann ist es nur logisch das es nicht korrekt funktioniert und Mal aussetzer gibt.


    Ich habe das ganze seit über 1 Jahr stabil am laufen mit 2 von einander getrennten WiFi Netzen, Xiaomi Router als Acces Points eingerichtet die überall eine stabile Anbindung der SmartHome Geräte ermöglichen und dann hatte ich lange Zeit auch Xiaomi Router für den "Normalen WiFi gebrauch" also Smartphones, Tablets, Laptop etc. was ich nun aber gegen das Netgear Orbi System ausgetauscht bzw. dieses Zusätzlich installiert habe weil das nochmal eine bessere Abdeckung gewährleistet.


    Und ich habe natürlich auch andere Kabel gebundene Systeme getestet vor meiner Kern Sanierung, aber würde JEDERZEIT wieder meine Entscheidung so treffen das ich darauf verzichte weil WiFi einfach besser und individueller funktioniert :)


    Gerne können andere Leute andere Meinungen haben und diese auch vertreten, nur sind mir persönlich andere Meinung komplett Wurst, denn ich habe meine Entscheidung für mich getroffen und bin auch überzeugt davon das es für mich und mein SmartHome die beste Entscheidung war, denn ich fahre damit nun seit bald 2 Jahren ohne Probleme :)

  • Schön, dass du zufrieden bist :) (ernst gemeint)


    Dennoch gebe ich (und das ist meine überzeugte Meinung) zu bedenken, dass der Spruch "Erst drahtlos, dann ratlos" immer wieder gerne von mir zu hören ist, wenn Leute mich wegen ihrer Wifi-Probleme etc. fragen.

    Du weißt halt nie wann der Nachbar die Mikrowelle einschaltet und wenn du vielleicht Altbauten als Reihenhaus bewohnst kann es da ganz leicht zu sehr starken Interferenzen kommen.

    Nicht falsch verstehen... Ich wohne selber in einem freistehenden Altbau von 1934. Ich habe zwei Unifi AP im Einsatz und dauerhaft 28 Wifi-Teilnehmer, von denen 25 für die Smart-Home Geschichte laufen (Sonoff, Shelly, ESP's etc.)

    Dazu kommen eben noch Zigbee und Z-Wave Komponenten und dann noch einige 433Mhz Dinger.

    Bei mir alles über eine SSID, allerdings mit VLAN.


    Vor rund einem Jahr hat die Telekom direkt neben meinem Haus einen Hotspot errichtet, der aber mal sowas von auf der Obergrenze des Erlaubten sendet. Musste viel mit meinen Wifi-Kanälen und der Bandbreite experimentieren um die Störungen gering zu halten.

    Grundsätzlich läuft bei mir auch alles extrem stabil. Aber dennoch ist gerade das 2,4Ghz Netz sowieso schon stark belastet und da ist mir jeder Client lieb, der anders ans Smarthome angebunden werden kann.

    Auch ist unklar was später alles noch rumfunkt. Mein Nachbar hat jetzt auch noch drei Wifi-Devolo Adapter in seiner Bude verteilt, die ich selbst in meinem Wohnzimmer noch sehen kann. Und das obwohl mein Haus wie gesagt FREISTEHEND ist!


    Ich darf nicht zu laut schreien, weil ich ja momentan auch auf Wifi setze, aber es bleibt für mich eine Not-/Übergangslösung.


    Zumal man oftmals sowieso Kabel legen muss (Stromversorgung), kann man auch gleich 6x2x0,6mm YS(t)Y Kabel zu den entsprechenden Stellen legen um variabel zu bleiben. Will man dann doch mal Sonoff oder Shelly probieren kann man über diese Kabel auch gleich die Niederspannungsversorgung zentral vom Keller aus herstellen.

    Ein dickes Netzteil installiert und alle Teilnehmer versorgt, statt jeden Teilnehmer selber die 230V runterregeln zu lassen.

  • Guten Abend zusammen,

    schön, dass sich noch einige mehr zu Wort melden, schon mal ein dickes Dankeschön.

    Letztendlich bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich wohl beides vorbereiten werde.

    So wie cruunnerr schon schrieb, es ist kein Problem in alle Ecken und Enden vom Haus Kabel zu legen. Auf die paar Meter kommt es dann auch nicht an.

    Trotz allem habe ich mich in die Wifi Geschichte schon sehr eingelesen und würde diese in erster Linie vorziehen und auch testen. Sollte es Probleme geben, hoffe ich, dass ich genügend Leitungen verlegt habe :)

    An zwei getrennte Wifi Netze hatte ich gar nicht gedacht, danke für Tipp.


    Ich denke, bei der Umsetzung werden noch einige weitere Fragen aufkommen, also, bis demnächst :)


    Gruß

    Der Pfaelzer

  • Tri-Band ??

    wofür die 3 Wifi Netze? Ich dachte 2 reichen :)

    Eins für die Smart Home Komponenten und eins für Handy,PC,TV

    Wie würdest du die aufteilen?

    Tri Band macht dahingehend Sinn das man mit dem dritten WiFi Band die WiFi Netze ohne Verluste in der Bandbreite miteinender vernetzen "vermeshen" kann. Weil das so gut funktioniert gibt es ja aktuell auf dem Markt immer mehr WiFi Mesh Systeme wie zum Beispiel das von mir getestete Orbi System von Netgear wo es eben einmal das 2,4GHz Band für das normale WLAN was dann durch die "geringe" Frequenz auch eine höhere Reichweite hat, dann natürlich das 5GHz Band was durch die höhere Frequenz eine höhere Datenübertragungsrate hat, was natürlich gut ist wenn man sich im selben Raum wie der Router, bzw Accesspoint oder auch Satellit befindet, leider leidet jedoch die Reichweite unter der hohen Frequenz. Und dann eben noch das Dritte Band welches die Satelliten (jetzt als Beispiel bim Orbi System) dann miteinander Verbindet, so das diese nicht zwingend mit LAN Kabeln untereinander vernetzt sein müssen und trotzdem eine Stabile Verbindung gewährleisten können.

  • hey schau dir mal das Homematic IP Wired System an, finde das gar nicht so teuer.

    "gar nicht so teuer" hast du dir die Preis Mal angeschaut?


    Ganz Ehrlich wenn es unbedingt Kabel gebunden sein soll dann nimm dir ein paar Arduino Boards wie die NodeMCUoder den WeMod D1 Mini und dazu noch ein LAN Shild mit PoE damit du in deinem ganzen Haus einfach LAN Kabel verlegen kannst und die Arduinos kannst du mit Aktoren und Sensoren versehen wie du Lustig bist.


    Aber Homematic auch nur einen einzigen Cent in die Tasche zu schieben finde ich quatsch, weil die günstige Technologie einfach viel zu Teuer verkaufen nach meiner Meinung.


    Klar gibt es Leute die Homematic zufrieden sind weil sie das System schon haben und nutzen, aber ich würde jemandem der sich gerade etwas aufbauen möchte auf gar keinen Fall zu HomeMatic raten.

  • Abweichungen

    Kann ich so nicht bestätigen was zum Beispiel meine Temperaturen die gemessen werden betreffen, ich habe mich jetzt nicht mit nem geeichten teil da hin gestellt und sowas gemessen weil ich das Schwachsinn finde da die Werte gefühlt auf jeden Fall passen und selbst wenn sie zum beispiel 1 oder 2 Grad abweichen würden (was ich nicht glaube) dann wäre mir das auch egal denn meine Scripts funktionieren ja dann trotsdem alle, nur das ich eben dann 1-2 Grad mehr oder weniger zu Alexa sagen müsste damit die Heizung an oder aus geht.


    Zu Beachten beim Aufbau

    hmm, nein eigentlich nicht, also Klar die Gateway sollte logischerweise in Reichweite eines WLAN Netzwerkes sein und dann die einzelnen ZigBee Sensoren von Xiaomi Aqara so 10-12m Radius drumherum, also um die Gateway herum. Bei mir funktioniert es zwar bei manchen Sensoren auch noch die weiter als 12m weg sind aber das kann an den Wänden liegen oder villeicht auch weil ich Xiaomi Accesspoints verwende, aber eigentlich glaube ich nicht das es damit was zutun hat.


    Hoffe ich konnte dir damit eine kleine Hilfestellung geben :)